Artikel


1. Das innere Milieu des menschlichen Organismus und die Dunkelfeldmikroskopie  Autor: Dr. med. Thomas Rau 

2. Grundlage der Cyklogenie nach Prof. Dr. Enderlein  Autor: Karl-Heinz Wickert

 

Artikel 1

Das innere Milieu des menschlichen Organismus und die Dunkelfeldmikroskopie

Vom Wesen der Biologischen Medizin

Die Biologische Medizin basiert auf schulmedizinischen Kenntnissen, Physiologie und Biochemie und immer mehr auf den modernen Erkenntnissen der Nanophysik. Besonders die Photonenphysik und die Erkenntnisse über Magnetismus sowie über elektronische Ladungen der Zellen und Flüssigkeiten prägen die moderne Biologische Medizin. Sie integriert aber auch diverse andere Heilkunden, welche sich teils schon seit Jahrtausenden bewährt haben.

Der biologisch-medizinische Arzt wendet nie nur eine Methode an, sondern kombiniert verschiedene Lehren miteinander.

Der Mensch und jedes Tier ist intensiv in Rhythmik und Reaktionen mit der Natur verbunden und unterliegt einem ständigen Wechsel.

Der Mensch als Ganzes wird betrachtet, nie nur das erkrankte Organ. Es werden nie Symptome behandelt, sondern gestörte Funktionen und Ursachen, deren Folgen sich in Symptomen zeigen. Die Krankheiten werden als dynamische Vorgänge gesehen und auch angegangen.

Der Arzt benötigt gründliche Kenntnisse der Physiologie und der Biochemie, da diese Lehren die Stoffwechselvorgänge und die zellulären Reaktionen am besten erklären. Aus diesem Grunde ist ein wissenschaftliches Studium von großem Vorteil.

Sehr wichtiges Element in Ergänzung zu den konventionellen Naturheilverfahren und der Schulmedizin ist das strikte Milieu- Denken. Denn das Fließen im Menschen, jeder Stoffumsatz und jedes Anpassen eines Steady-State-Zustandes ist abhängig vom mesenchymalen Milieu. Alle Stoffwechselvorgänge und jegliche Zellaktivität erfolgen nur unter bestimmten chemischen Voraussetzungen.

Zum Beispiel funktioniert der Austausch des Sauerstoffes aus den Erythrozyten nur in einem bestimmten Säuregrad des Blutes, denn das Hämoglobin, das den Sauerstoff transportiert, wird auch zur Pufferung des Blutes benötigt. So wird bei einer Übersäuerung (da das Hämoglobin zur Pufferung benötigt wird und damit für den Sauerstofftransport fehlt), die Sauerstoffversorgung der Gewebe vermindert, was zu den verschiedensten Krankheiten führen kann. Während die Schulmedizin in diesem Fall versucht die Durchblutung zu fördern, verbessert die Biologische Medizin den Säure-Basen-Haushalt und dadurch die Sauerstoffaufnahme in die Erythrozyten.

Der Mensch ist ständig in Symbiose mit einer Bakterien- und Mikroorganismenwelt, die sich entsprechend dem Milieu, der Ernährung und dem Säuren-Basen-Zustand des Menschen auch laufend ändert.
So wechseln die Bakterien in der Natur und im Menschen dabei ständig  ihre Pathogenität in Abhängigkeit vom Stoffwechselmilieu. Als Konsequenz daraus müssen Bakterien, Viren und Pilze nicht als fremdartig, sondern als Teil unseres Selbst beurteilt werden. Durch Korrektur des inneren Milieus können sie in ihrer Pathogenität verändert werden.

Das Milieu wird geprägt von:
• Säuren-Basen-Situation
• Mineralstoffgehalt (elektrischer Widerstand)
• Eiweißgehalt (u.a. Gehalt an freien Radikalen)
• Redoxpotential (d.h. freien verfügbaren Elektronen)

Die intensive Verflechtung zwischen der Bakterienwelt und menschlichem Organismus finden wir in der Flora des Dünn- und Dickdarmes. So ist verständlich, dass die Darmbakterien auch Träger der Aufbaukräfte, der Erneuerungskräfte und des parasympathischen Systems des menschlichen Körpers sind, und zwar repräsentativ für den ganzen Organismus. Es kann also in keiner Weise von einer Trennung der Bakterienwelt und der menschlichen Gewebewelt gesprochen werden! So wird auch verständlich, dass jeder Arzt die Darmflora mitbehandeln sollte!

Die Lehre des Pleomorphismus von Prof. Enderlein bietet also eine völlig neue und dynamische Sichtweise menschlicher Integrität. Sie zeigt auf, dass ein intensiver Austausch mit der Umwelt Grundlage von Gesundheit und Reifung ist! Bakterien und Viren sind demnach nicht nur „schädlich und gefährlich und auszurotten“, sondern nur bei starrem, blockadeninduzierendem Fehlmilieu!  „In der Mikrobiologie gibt es damit keinen Tod sondern nur Wandel“

Es wird damit klar, dass die orthomolekularen Substanzen und Säure-Basen-Regulatoren eine Voraussetzung für eine gute Therapie darstellen. Sie beseitigen nämlich Blockaden, entstanden durch Mineralstoffdefizite, Übersäuerung oder Schwermetallbelastung, und ermöglichen damit eine erfolgreiche Therapie.

Die häufigsten Regulationsblockaden sind:

• Schwermetalle: Hg/ Pb/ Pd/ Al (häufigste Quelle: Zahnfüllungen und Zahnersatzmaterialien, welche Quecksilber oder Palladium enthalten). Die hoch toxischen Schwermetalle werden in den Körper aufgenommen und haben dort eine Langzeitwirkung und behindern sehr viele wichtige chemische Stoffwechselreaktionen. Sie wirken als Antagonisten zu den wichtigen Spurenelementen, wie z.B. Zink, Selen oder Mangan.
• Tote Zähne und bakterielle ostitische Herde im Kiefer: jeder wurzelbehandelte Zahn ist ein toter Zahn und befördert hochtoxische Leichengifte ins Mesenchym und Lymphe. Zusätzlich ist jeder wurzelbehandelte Zahn bakteriell beherdet, und diese Bakterien haben einen blockierenden Einfluss auf das Immunsystem, aber auch den zugehörigen Meridian und dessen Organe.
• Dysbiose der Därme: (= fehlerhafte Darmbakterien-Besiedelung) Die Darmbakterien sind unsere Haupt-Entgifter und schützen auch vor anderen pathogenen Bakterien. Bei Fehlen der normalen Bakterien kommen pathogene Bakterien und Pilze auf, welche Toxine freigeben. Mögliche Ursachen: Fehlernährung/ endobiontische Belastung/ Nahrungsmittelallergie
• Spurenelementmängel: Selen, Zink, Mangan, Magnesium, Chrom., etc. Mögliche Ursachen: Fehlernährung/ Darmschleimhautatrophie. Spurenelemente haben eine biochemische und eine katalytische Wirkungsweise, daher in Niederpotenzen und orthomolekular nötig.
• Fettsäuremangel/ Zellmembranschäden: Omega-3-/-6-Fettsäuren. Die ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und -6 sind wichtigste Bestandteile der Zellmembranen und schützen vor freien Radikalen (oxydativer Stress).
• Übersäuerung und Übereiweißung: Mögliche Ursachen: falsche Ernährung/ Stress/ Mineralstoffmangel.
• Psychische Dauerbelastungen
• Chemische Einwirkungen der Medikamente und anderer Stoffe, wie Antiphlogistika, Steroide, Konservierungsmittel, etc.


Die Milieutherapie umfasst folgende Schritte und muss langfristig durchgeführt werden:

• Regulationsblockaden und Heilhindernisse beseitigen
Diese toxischen oder „blockierenden“ Stoffe führen zu einer falschen Abwehrreaktion (Autoimmunprozess) oder zum Erlahmen des Zellstoffwechsels, also zu vorzeitiger Alterung der Zellen oder sogar zu Tumorentstehung. Der Zellstoffwechsel vermindert sich, die Zellen entarten oder degenerieren.

• alkalisierende Maßnahmen: Basen-Therapien/ anabolisierende Therapien

• Beachtung einer regulationsfördernden und eiweissarmen Ernährung

Der Körper muss entlastet, die Stoffwechselfunktionen angeregt und der Organismus entgiftet werden. Dadurch werden die Aufbaukräfte der Gewebe, die hormonelle Leistung der Drüsen und v. a. die reinigenden Fähigkeiten der Leber und Niere deutlich verbessert. Heilungskräfte und das Immunsystem werden gestärkt. Ein Großteil der chronischen Krankheiten ist durch lang andauernde Fehlernährung bedingt, insbesondere durch zu eiweißreiche und Säure- bildende Kost. Mit einer vom Arzt zusammengestellten Kostumstellung  wird dem Körper ermöglicht, wieder reaktionsfähiger zu werden, was die Voraussetzung ist für jede wirkliche Heilung.

• Aufbau der Darmflora


Dunkelfeld-Mikroskopie als  eine Diagnosehilfe und Therapiekontrolle in der Biologischen Medizin


Dunkelfeldmikroskopie ist eine spezielle Variante der Lichtmikroskopie. Besonders durchsichtige und kontrastarme Objekte können ohne Färbung untersucht werden.
Auf diese Weise kann der Arzt Vitalblut („ lebendes Blut“)  untersuchen, tiefere Einblicke in die biochemischen Prozesse des Körpers bekommen und bei Belastungen rechtzeitig ein grundlegendes Therapiekonzept entwickeln!

Durch die mikroskopische Beurteilung der Blutzellen können präzise individuelle Informationen zu folgenden gesundheitlichen Fragestellungen gegeben werden:

- Zustand des inneren Milieus: sauer/ alkalisch
- Zustand und Funktionsfähigkeit der Blutzellen
- Aktivität des Immunsystems
- Befall mit Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze)
- Stoffwechselstörungen
- Degenerative Krankheitsprozesse bis hin zur Tumorgefährdung
- Umweltbelastung: Freie Radikale, Schwermetalle, Umweltgifte
- Ernährungsbedingte Störungen z.B. Eiweiß- und Fettüberbelastung
- Kontrolle der Auswirkungen von schulmedizinischen und naturheilkundlichen Therapien  u.v.m.

Anschrift des Autors: Dr. med. Thomas Rau, Ärztlicher Leiter der Paracelsus Klinik Lustmühle
9052 Lustmühle b. St. Gallen, Schweiz.  Internet: www.paracelsus.ch 

Siehe auch: Seminare mit Dr. med. Thomas Rau

 

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Grundlage der Cyklogenie nach Prof. Dr. Enderlein


Die Zellularpathologie lehrt: Der Mensch besteht aus Zellen. Ist die Zelle krank, dann kann man den Menschen heilen, wenn die Zelle aus dem Körper eliminiert wird. Bevor Rudolf Virchow sein Postulat: „ Die Zelle sei die kleinste Einheit des Organismus,“ omnis cellula e cellula“ verkündete, basierte die Heilkunst auf der Tradition der Humoralpathologie.

Die monomorphistische Betrachtungsweise der Krankheit wird auch auf dem Gebiet der Bakteriologie als gültige Lehrmethode, bis heute übernommen.

Infektionskrankheiten werden definiert, als Folge von Einwirkungen spezifischer Bakterien. Es gilt bis heute der Satz: „ Bakterien sind die Ursache von Krankheiten, also ist es das Ziel, Bakterien zu bekämpfen, um Infekte und Infektionen zu verhindern oder zu heilen.

Der monomorphologischen Auffassung folgte die spezifische Methode der aktiven Immunisierung.

Die heute angewendete Methode mit Antibiotika Krankheitskeime abzutöten, basiert auf der Entdeckung der Sulfonamide durch Domak (1932) und der Entdeckung des Penicillins durch Flemming (1834-1905). Die Therapie mit Antibiotika hatte eine erhebliche Verminderung von Todesfällen zur Folge.

Claude Bernard (1813 – 1878), ein bedeutender Professor für Physik und Toxikologie aus Frankreich, postulierte bereits zu seiner Zeit, dass Bakterien nicht I n i t i a t o r e n, sondern I n d i k a t o r e n  für ein verändertes Terrain, des Humus-Körpers“ sind.

Infekte zu verhindern und Infektionen zu bekämpfen ist ein Problem des Terrains, das je nach dem chemischen Zustand verantwortlich ist für ein Wachstum von Bakterien, oder Bakterienwachstum verhindert.

In neuerer Zeit hat Prof. Pischinger aus Wien (1956) mit seiner experimentellen Arbeit „Über das Grundgewebe“ die Ansichten von Claude Bernard bestätigt und daraus Konsequenzen für das Umdenken zum M o n o m o r p h i s m u s  postuliert. Weitere Forschungsarbeiten gibt es in Italien von Prof. Nello Mori. Prof. Enderlein schrieb 1925 sein Standartwerk „Die Cyklogenie der Bakterien“ 

Darin ist seine Interpretation des P l e o m o r p h i s m u s enthalten:

V i r e n,  B a k t e r i e n  und P i l z e  sind verschiedene Entwicklungsformen.

Bakterien haben eine pathogene, ungeschlechtliche  Entwicklungsphase (Auxanogenie) und Bakterien haben eine pathogene geschlechtliche Entwicklungsphase (Probainogenie).

Pathogene, geschlechtliche Entwicklungsphasen lassen sich durch apathogene, ungeschlechtliche Entwicklungsphasen wandeln, umformen und als regulierende Heilmittel anwenden (Symbiose).

Enderlein:

  • Krankheit ist Endobiontenbefall
  • Krankheit bedeutet Parasitismus.
  • Regulatoren sind Symbioselenker, (SANUM-Therapie) und nicht Mittel gegen eine Krankheit.
  • Es gibt keine Krankheiten, nur kranke Menschen mit Symbiose -  und Regulationsstörungen oder Endobiontenbefall.

Klinische Diagnosen von Infekten und Infektionskrankheiten werden allgemein im Nachweis des spezifischen Erregers gestellt. Die bakteriologische Untersuchung erfolgt im fixierten, gefärbten Präparat, das mikroskopisch im Hellfeld untersucht wird.

Anders das Diagnoseverfahren von Prof. Dr. Enderlein.

Die Untersuchung des vitalen Blutes erfolgt im Dunkelfeldmikroskop

Im Gegensatz zum Hellfeld  wird das Licht nicht durch das Objektiv geleitet, so dass kein Licht in das Objektiv und das Okular fällt und der Betrachter durch das Okular ins Dunkle schaut und nur den angestrahlten Objektträger betrachten kann. Man betrachtet eine Art "Negativ".

Das gleiche Phänomen kann man in der Natur beobachten, wenn ein Sonnenstrahl durch ein Fenster scheint und man im Sonnenstrahl  die Staubpartikel sehen kann. Um die cyklischen Formen bei Gesunden und Kranken im Dunkelfeld deuten zu können, ist das Wissen um die wissenschaftliche Grundlage der Cyklogenie nach Prof. Dr. Enderlein erforderlich.

Die Dunkelfeldmikroskopie zeigt den IST-Zustand  des Patienten und sie begleitet den Therapieverlauf. Sie zeigt dem Therapeuten ob er den richtigen Weg gewählt hat.

Das Wissen von den Grundlagen des Pleomorphismus und die Deutung der sichtbaren Formen im Dunkelfeldmikroskop werden Ihnen in unseren Seminaren vermittelt, so dass Sie es danach unmittelbar anwenden können.

Die Dunkelfeldmikroskopie nach Prof. Dr. Enderlein ist eine interessante Möglichkeit der alternativen Präventivmedizin.

Autor:  Karl-Heinz Wickert   www.dunkelfeldmikroskopie.com

Siehe auch: Dunkelfeldmikroskopie- Ausbildung