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Pastinaken
Pastinaken galten bis in das 18. Jahrhundert als eines der Grundnahrungsmittel in Westeuropa. Durch Kartoffeln und Karotten sind sie dann irgendwann in Vergessenheit geraten. Dank der Biobauern werden die Pastinaken wieder angebaut. Durch ihre Widerstandsfähigkeit gedeihen sie auch gut ohne Pestizide.
Ihre Erntezeit beginnt Ende September und zieht sich über den ganzen Winter bis in den späten März des folgenden Jahres. Pastinaken sind «frosthart» und überwintern bzw. konservieren im Boden sehr gut.
Im Volksmund sagt man, dass der Frost die Pastinaken erst richtig aromatisch macht.
Aussehen
Pastinaken gehören zur Familie der Petersilie und haben eine weissgelbliche, möhrenartige Wurzel, die süsslich, aber würzig schmeckt.
Verwendung in der Küche
Vor dem Gebrauch sollten die Wurzeln, wie die Möhren, mit einer Bürste unter fliessendem Wasser gereinigt werden. Man kann sie auch schälen.
Auch zum Verzehr werden sie ähnlich wie Karotten verwendet, roh, gekocht, geschmort, gedämpft oder gedünstet.
Weil sie mehr Stärke enthalten, zerfallen sie leicht zu Mus. Um mehr Biss zu erhalten, sollte man sie also kürzer als Karotten garen.
Das süsswürzige Gemüse findet Verwendung als gewürfelte Gemüsebeilage, in Eintöpfen, als Kartoffelersatz, als Bratlinge, wie auch geraspelt als Salat (besonders köstlich im Nüsslisalat).
Pastinakenbrei ist zudem sehr beliebt als Babykost oder auch als Schonkost in Krankenhäusern. Die Blätter der Pastinaken können wie Petersilie als Würzkraut verwendet werden.
Pastinaken enthalten viel Stärke und wurden früher auch zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein genutzt.
Inhaltstoffe
Der hohe Anteil der Kohlenhydrate berufen sich besonders auf den darmfreundlichen Ballaststoff, das Pektin. Ansonsten stecken in ihr viel Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor und ätherisches Öl.
Ihr Öl hat Ähnlichkeit mit dem Kümmelöl. Es lindert Magen-Darmbeschwerden und unterstützt die Verdauung.
Auch wurde herausgefunden dass es die Aktivität von Entgiftungsenzymen fördert, bevor sich Krankheiten bilden können.
Pastinaken enthalten etwas weniger Kohlenhydrate als Kartoffeln und etwas mehr als Karotten. Unter der Berücksichtigung des glykämischen Index bei 85 sind sie hoch, dagegen bei der glykämischen Last mit 10.3 als fast niedrig eingestuft.
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Spruch des Monats
Mögen alle Sorgen nicht länger währen, als die zu Neujahr gefassten guten Vorsätze!
In diesem Sinne ein gesundes und fröhliches Jahr 2011!
Ihre Sonja Bacus, Ernährungsberaterin
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