Monatsthema von Dr. med. Rau, Paracelsusklinik

 

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Ist Lebertran überholt? Vitamin Mangel im Vormarsch!

Lebertran ist ein Öl, das aus der Leber von Kabeljau, Dorsch, heimischen Hai-Arten und Schellfisch durch Pressen oder Erwärmen gewonnen wird. Er besteht aus leicht verdaulichem Fett, enthält Omega-3-Fettsäuren, Jod, Phosphor, Vitamin E und besonders hohe Mengen an Vitamin A und D

Die hervorragende Wirksamkeit von Lebertran gegen Rachitis wurde 1824 von deutschen Wissenschaftlern entdeckt, etwa zwei Jahre nachdem bekannt wurde, dass Sonnenlicht, in Form der damals populären Sonnenkuren, ebenfalls zur Verhütung bzw. Behandlung dieser Krankheit eingesetzt werden kann. Der Chemiker Hans Brockmann (1903–1988) konnte aus Fischleberölen das antirachtisch wirksame Vitamin D3 isolieren.

Später wurde eine weitere Wirkung des D3, die Verbesserung der Immunabwehr bei Tuberkulosekranken, in den Lungensanatorien eingesetzt. Die kranken Menschen sind also nicht einfach zum reinen Vergnügen in der Sonne gelegen oder spazieren gegangen.

Viele von uns durften oder eher mussten in ihrer Jugend den nicht gerade wohlschmeckenden Lebertran über den Winter einnehmen.

Die Ernährung kann in unseren Breitengraden nur einen kleinen Teil von ca. 5% des Bedarfs an Vitamin D3 abdecken, der grösste Teil muss durch Sonnenlicht in der Haut hergestellt werden, was eben im Winter kaum mehr gegeben ist.

Messungen in unserer Klinik haben gezeigt, dass nahezu 50% aller Menschen zu wenig Vitamin D3 haben. Darum lohnt es sich, dies im Blut zu kontrollieren oder mindestens über den Winter, wenn auch nicht unbedingt Lebertran, so doch reines Vitamin D3 (z.B. Burgerstein Vitamin D3, 2-3 Kapseln täglich = 600 – 900 Einheiten) einzunehmen. Sie tun damit Gutes für Knochen, Muskeln und Immunsystem!

Ein Artikel von Dr. Kurt Tischhauser, Arzt


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Autoimmune Leiden und chronische Entzündungen

Es gibt schwere und chronische Krankheiten, für welche die schulmedizinische Therapie kaum Lösungsvorschläge hat und diese Krankheiten nur mit Immun-unterdrückenden Medikamenten behandelt.

Zu diesen Krankheiten gehören die Polyarthritis und die Colitis ulcerosa aber auch die multiple Sklerose. Der Hintergrund dieser unterdrückenden Therapie ist, dass keine Ursache für diese Leiden bekannt ist. Nach ganzheitsmedizinischem Denken besteht aber immer eine Fülle von Belastungen, sehr individuell kombiniert und von Mensch zu Mensch verschieden.

Die Paracelsus Klinik Lustmühle ist in der Lage, diese Teilursachen zu diagnostizieren und viele dieser Teilursachen auch spezifisch zu behandeln. Deshalb haben wir auch sehr viele Behandlungserfolge eben dieser Krankheiten. Vor einiger Zeit durfte ich in der Fernsehsendung «Club» des Schweizer Fernsehens als Diskussionsteilnehmer dabei sein (Link) und habe die Therapie dieser Krankheit als Beispiel der biologisch-integrativen Medizin erwähnt. Seit diesem Auftritt hatten wir viele Anfragen betreffend Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheiten erhalten und müssen zudem feststellen, dass die Patienten mit chronischen und/oder autoimmunen Leiden dringend nach Hilfe und nach anderen Lösungen suchen, weil sie mit ihrer bisherigen Therapieform nicht zufrieden sind.

Ein Artikel von Dr. med. Thomas Rau, Chefarzt an der Paracelsus Klinik Lustmühle

 
 
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Pastinaken

Pastinaken galten bis in das 18. Jahrhundert als eines der Grundnahrungsmittel in Westeuropa. Durch Kartoffeln und Karotten sind sie dann irgendwann in Vergessenheit geraten. Dank der Biobauern werden die Pastinaken wieder angebaut. Durch ihre Widerstandsfähigkeit gedeihen sie auch gut ohne Pestizide.

Ihre Erntezeit beginnt Ende September und zieht sich über den ganzen Winter bis in den späten März des folgenden Jahres. Pastinaken sind «frosthart» und überwintern bzw. konservieren im Boden sehr gut.
Im Volksmund sagt man, dass der Frost die Pastinaken erst richtig aromatisch macht.

Aussehen
Pastinaken gehören zur Familie der Petersilie und haben eine weissgelbliche, möhrenartige Wurzel, die süsslich, aber würzig schmeckt.

Verwendung in der Küche
Vor dem Gebrauch sollten die Wurzeln, wie die Möhren, mit einer Bürste unter fliessendem Wasser gereinigt werden. Man kann sie auch schälen.
Auch zum Verzehr werden sie ähnlich wie Karotten verwendet, roh, gekocht, geschmort, gedämpft oder gedünstet.
Weil sie mehr Stärke enthalten, zerfallen sie leicht zu Mus. Um mehr Biss zu erhalten, sollte man sie also kürzer als Karotten garen.
Das süsswürzige Gemüse findet Verwendung als gewürfelte Gemüsebeilage, in Eintöpfen, als Kartoffelersatz, als Bratlinge, wie auch geraspelt als Salat (besonders köstlich im Nüsslisalat).
Pastinakenbrei ist zudem sehr beliebt als Babykost oder auch als Schonkost in Krankenhäusern. Die Blätter der Pastinaken können wie Petersilie als Würzkraut verwendet werden.

Pastinaken enthalten viel Stärke und wurden früher auch zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein genutzt.

Inhaltstoffe
Der hohe Anteil der Kohlenhydrate berufen sich besonders auf den darmfreundlichen Ballaststoff, das Pektin. Ansonsten stecken in ihr viel Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor und ätherisches Öl.

Ihr Öl hat Ähnlichkeit mit dem Kümmelöl. Es lindert Magen-Darmbeschwerden und unterstützt die Verdauung.

Auch wurde herausgefunden dass es die Aktivität von Entgiftungsenzymen fördert, bevor sich Krankheiten bilden können.

Pastinaken enthalten etwas weniger Kohlenhydrate als Kartoffeln und etwas mehr als Karotten. Unter der Berücksichtigung des glykämischen Index bei 85 sind sie hoch, dagegen bei der glykämischen Last mit 10.3 als fast niedrig eingestuft.

Nächstes Thema
Was ist der glykämischer Index und was ist die glykämische Last?

Spruch des Monats
Mögen alle Sorgen nicht länger währen, als die zu Neujahr gefassten guten Vorsätze!

In diesem Sinne ein gesundes und fröhliches Jahr 2011!

Ihre Sonja Bacus, Ernährungsberaterin


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Rezept des Monats:
Pastinaken-Kartoffelpüree

Zutaten

  • 500 g Pastinaken
  • 500 g Kartoffeln (mehlig kochende)
  • Gemüsebrühe
  • wenig Salz und Pfeffer, Muskat (am besten frisch gerieben) und evtl. Petersilie und Selleriegrün 

Zubereitung
Pastinaken und Kartoffeln mit einem Sparschäler schälen und würfeln. In jeweils einem Topf bissfest in Gemüsebrühe kochen. Abgiessen, die Flüssigkeit aufbewahren.

Beides nun verstampfen, dann mit dem Schneebesen rühren und dabei nach und nach etwas von der aufgefangenen Flüssigkeit  zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Gewürze zugeben und abschmecken.
Bei Bedarf können Petersilie oder Selleriegrün untergerührt werden.

Tipp
Wer es cremiger haben möchte, gibt beim Rühren zwischendurch Butter, Sojaschlag oder Vollrahm dazu.

Lassen Sie es sich schmecken!

Ihr Eric Huber, Küchenchef Restaurant Culinarium
Ihre Sonja Bacus, Ernährungsberaterin


 
 
  info  

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CH-9062 Lustmühle, Schweiz

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