TCM, Akupressur

TCM, AKUPRESSUR, MERIDIANMASSAGE

Der deutsche Name Akupressur ist vom lateinischen abgeleitet: (acus = die Nadel, pressus = der Druck). Wobei in dieser Wortkombination mit Nadel wohl eher der feine Punkt auf der Haut gemeint ist, auf den man drücken muß.

Das Wissen um die richtigen Akupressurpunkte ist so alt wie das Akupressurverfahren selbst. Das Prinzip beruht auf der Erkenntnis, daß blockierte Energieströme durch Druck wieder in Gang gebracht werden. Ebenso wird davon ausgegangen, daß krankheitserregende Umweltenergien so aus dem Körper ausgeleitet werden können. Dies geschieht über die Meridiane.

In der chinesischen Heilkunde gibt es 12 Hauptmeridiane:

6 Yang-Meridiane, die vom Himmel auf die Erde, also von oben nach unten gerichtet sind.
6 Yin-Meridiane, die entgegengesetzt, also von unten nach oben verlaufen.

Diese Meridiane sind nicht alle gleich lang und haben unterschiedliche markante Punkte. Sie sind spiegelbildlich auf beiden Körperseiten angeordnet.Hinzu kommen weitere Neben- und Sondermeridiane, die alle Meridiane miteinander und untereinander verbinden.

Die moderne Wissenschaft ist inzwischen in der Lage, die meisten dieser Meridiane messen zu können. Hierzu werden bioelektrische Meßgeräte eingesetzt.

In der Praxis kann man sich die Meridiane ähnlich wie die Blutbahnen vorstellen, nur daß in ihnen kein Blut sondern Energie zirkuliert. An bestimmten Punkten der Meridiane kann durch Druck Einfluß auf diese Energieströme genommen werden. In vielen Fällen genügt es bereits, nur einen dieser Punkte zu beeinflussen, doch manchmal müssen auch mehrere Punkte gleichzeitig oder nacheinander bearbeitet werden, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

Wie oben gesagt, gibt es 361 über den ganzen Körper verteilte Akupressurpunkte.

Die Akupressur ist wie die Akupunktur eine traditionelle chinesische Methode, die bereits vor über 6000 Jahren in China angewendet wurde und dort An-Mo ( An = Druck, Mo = reiben) oder Tui-Na genannt wird. Sie ist wahrscheinlich die historisch ältere Methode und ist sanfter als Akupunktur, da die einzelnen Körperpunkte bzw. Leitbahnen mittels Fingerdruck und Reiben und nicht durch Stechen angeregt oder beruhigt werden. Durch den Druck auf die Akupressurpunkte entsteht eine Art elektrischer Strom, der Signale durch das Netz der Muskelhäute (Faszien) schickt und so Organe und Gewebe, die ganz woanders liegen, reflektorisch beeinflußt. Der Name Akupressur ist im Westen analog zu Akupunktur geprägt worden und impliziert die Behandlung der Punkte bzw. Bahnen mit Druck (lat. acus = Nadel und lat. premere = drücken). Zu den theoretischen Grundlagen dieses Systems von Bahnen und Punkten gehören die Vorstellungen von Yin und Yang und Qi ( Ch'i) , der Lebensenergie, die im Organismus zirkuliert.

Die Technik ist recht schnell erlernbar, Routine erlangt man durch tägliche Übung. Die meisten Punkte sind identisch mit den sogenannten Triggerpunkten, den Schmerzpunkten eier verkrampften Muskulatur. Unbestritten ist der günstige Einfluß der Akupressur auf die inneren Organe und die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Die Grundtechnik der Akupressur ist der feste Druck mit der Fingerkuppe. Dieser Druck kann vom Daumen, aber auch von einzelnen Fingern, der ganzen Handfläche oder aber auch nur der Handkante oder den Knöcheln ausgeübt werden. Der Druck sollte nie länger als eine Minute andauern, er sollte langsam und gleichmäßig verstärkt werden. Der Punkt darf nicht wund oder taub werden.

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