Diplom- Ausbildung: Hundepsychologie

 

  • Theoretische und praktische Ausbildung für Hundetrainer
  • Tierpsychologie - Hund (Hundepsychologie)
  • Hunde- Verhaltensberater

 

Nächste Termine:

17./18. Dezember 2016    

14./ 15. Jänner 2017 Anatomie

21./ 22. Jänner Tierschutz und Recht 

18./ 19. Februar 2017 

Themen, siehe unten

 

 

 

Die offenbar steigende Nachfrage besorgter Haustierbesitzer sorgt immer mehr für das Entstehen eines neuen Berufes.
Die Integration von Hunden in die Familie und mangelndes Wissen über das Wesen der Hunde führen zunehmend zu Missverständnissen und Problemen im Zusammenleben zwischen Hund und Halter, die sich vor allem im häuslichen Bereich abspielen.
Dies war der Hauptgrund, warum wir im Jahre 2003 mit unserer Hundepsychologie- Ausbildung begonnen haben.
Wir waren damals in Österreich das erste Institut, das solche Ausbildungen für Tierhalter angeboten hat.
In dieser Zeit haben wir viel Erfahrung gesammelt, aus Fehlern gelernt, und wir arbeiten ständig daran uns zu perfektionieren.

Die seriöse Tierpsychologie ist heute eine stark anwendungsorientierte Fachrichtung. In der Regel sind es freiberufliche Dienstleister, die sich Tierpsychologen nennen und Verhaltensberatung für Hunde-, Katzen- und Pferdehalter geben, wenn deren Tiere unangepasstes Verhalten zeigen. Durch genaues Analysieren des Verhaltens von Tier zu Tier, von Mensch zu Tier und Tier zu Mensch können sie aufzeigen, durch welche Änderungen bei Mensch und Tier die Verhaltensauffälligkeiten der Tiere korrigiert werden können.
Ihre erfolgreiche Umsetzung in die verhaltenskundliche Praxis setzt gleichermaßen eine genaue Kenntnis des Instinktverhaltens der Tiere voraus, wie der Mechanismen der Verhaltensformung durch Lernen (= Konditionierung).

An erster Stelle stehen bei uns der Tierschutz, der Umweltschutz und dadurch bewirkte biologische Lebenseinstellung!
Die Zeit ist reif und notwendig für ein Umdenken!
Wir hoffen und erwarten, dass unsere Schüler und Absolventen diesen Gedanken bei uns lernen und in die Welt tragen!

Österreichisches Tierschutzgesetz

weitere Informationen...

Die Ausbildung wird auf 4 Semester, insgesamt 24 Wochenenden aufgeteilt.

Einstiegsmöglichkeiten:

Die Ausbildung ist ein Rad, ein Einstieg ist bei jedem Kurs möglich.
Bei jedem Theoriekurs und jedem Praxiskurs. D. h. in jedem Monat.

Auf Wunsch der Teilnehmer haben wir ab jetzt auch das gesamte Praktikum verpflichtend in die Ausbildung integriert.
Wir arbeiten mit mehreren erfahrenen Hundetrainern zusammen, damit man ein breites Spektrum an Möglichkeiten kennen lernen kann.


Die Praxiswochenenden finden jährlich im Mai, Juni, Juli und August statt.
Diese Wochenenden werden nach Themen unterteilt. Änderungen sind immer möglich, da wir laufend dazu lernen.

Wir können natürlich praktisch nicht das gesamte Spektrum abdecken. Deshalb ist für die Spezialisierung ein Praktikumsplatz für jedes Spezialgebiet empfehlenswert. Unsere Dozenten und Ausbildungsleiter helfen bei der Suche und beraten Sie gerne.
 

Anmeldungen nur über die Homepage:  http://www.gesundheitsakademie.at/pages/tiere/anmeldung.php


Ausbildungsinformationen:

Jeder Kurs der Ausbildung kann auch einzeln von externen Teilnehmern besucht werden, jedoch zum Einzel-Seminarpreis.   

Ausbildungskosten: Gesamtpreis, Ratenzahlung, Einzelkurs-Preis: auf Anfrage      

Die Ausbildung umfasst 24 Wochenendkurse davon sind 16 Kurse reine Theorie- Wochenenden und 8 Sommerkurse vorwiegend Praxis- Wochenenden. Sollte sich seitens der Bundesverordnung etwas ändern, werden wir unseren Studienplan dieser natürlich anpassen, damit man sich mit unserer Ausbildung jederzeit zertifizieren lassen kann.

Wir bemühen uns in unserem neu überarbeiteten Plan, während der Ausbildung, um viel Praxis mit erfahrenen Hundetrainern.

Prüfung und Diplom:
Für das Diplom muss man alle 24 Kurse besuchen und bezahlen und eine theoretische Prüfung absolvieren.
Es gibt 2 Prüfungstermine pro Jahr: im März und Oktober. 
Die Prüfung raten wir allen Personen an, die beruflich mit fremden Hunden arbeiten wollen.

Privatpersonen, die diese Ausbildung nur für das Wohlergehen ihrer eigenen Tiere besuchen möchten, müssen nicht zwingendermaßen eine Prüfung absolvieren,  bekommen aber dafür auch kein Diplom, sondern nur eine Kurs-Teilnahmebestätigung.

Unser Lehrplan beinhaltet die unten angeführten Inhalte, die im Jahr 2012 im Entwurf der Verordnung des Bundesministers für Gesundheit hinsichtlich näherer Bestimmungen über die tierschutzkonforme Ausbildung und das Verhaltenstraining von Hunden vorgeschrieben wurden und zudem viele andere interessante und wichtige Themen rund um den Hund. Ausbildungsinhalte der 2012- Verordnung, die alle auch in unserer Ausbildung schon seit 2003 enthalten sind, finden Sie hier:  Die Verordnung sehen Sie hier

Die freiwillige Zertifizierung:
Wichtig! 

Die Zertifizierung ist nicht verpflichtend für die Ausübung des Berufes. Der Beruf ist ein freies Gewerbe.
Für den Erfolg im Beruf sind eine gute Ausbildung, viel Wissen, viel Praxis, die Liebe zum Tier, der respektvolle Umgang mit dem Tier und seinem Halter notwendig. Der Tierschutz muss hier eine Selbstverständlickeit sein!

Die Koordinierungsstelle gemäß §8 der Verordnung hinsichtlich näherer Bestimmungen über die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden zur Vergabe des Gütesiegels „Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin“ bzw. „Tierschutzqualifizierter Hundetrainer“ ist am Messerli Forschungsinstitut an der Veterinärmedizinischen Universität Wien angesiedelt. Im Rahmen der ihr übertragenen Tätigkeiten lässt sich die Koordinierungsstelle ausschließlich von wissenschaftlichen Erkenntnissen, rechtlichen Grundlagen und ethischen Erwägungen leiten.

Info:

http://www.vetmeduni.ac.at/hundetrainer/


Lehrplan, Termine
 

Da wir den Lehrern erlauben die einzelnen Kurse dynamisch zu gestalten, können die einzelnen Seminarinhalte nicht immer hundertprozentig den angeführten Inhalten entsprechen.
Wir gehen dadurch auch nicht auf eventuelle Reklamationen ein, falls die einzelnen Themen nicht genau den angeführten entsprechen! Die hier angeführten Themen sind nur eine grobe Leitlinie der Seminare.
Es ist also den Lehrern vorbehalten die Kurse nach dem jeweiligen Bedarf zu gestalten und eventuell zu verändern.

Die Skripten werden hauptsächlich auf elektronischem Weg übermittelt. Beim Kurs, oder nach dem Kurs. Das bestimmt der jeweilige Lehrer. Laptop ist vorteilhaft, Speicherkarte ist notwendig.
Reklamationen sind ausgeschlossen.


Die theoretischen Kurse finden  in der Gesundheitsakademie Wien, Otto- Bauer- Gasse 20, statt.

Es dürfen nur Hunde mitgenommen werden, bei denen keine Betreuung zu Hause möglich ist oder nach vorhergehender telefonischer Absprache.

 

Die genauen Termine und Preise bitte per Mail anfordern. Wir freuen uns auch über einen telefonischen Kontakt. 

 

 


17./ 18. Dezember  PD Dr. Udo Ganslosser

Wie wirken Stoffwechsel, Hormone und Ernährung auf das Verhalten der Hunde.

Copyright auf das Konzept und Inhalte


2017

 
Januar    

veterinärmedizinische Grundlagen, Geundlagen der Anatomie


Februar    

Biologische Grundlagen der Tierernährung


März     Dr. Dorit Feddersen Petersen 


Vom Wolf zur Mensch-Hund-Beziehung  



April        Dr. Dorit Feddersen Petersen 

1. Anpassungsähnlichkeiten im Sozialverhalten zwischen Hunden und Menschen: Möglichkeiten und Verpflichtungen

2. Biologie des Wohlbefindens von Haushunden

  • welche biologischen Funktionen tragen zum ‚Wohlbefinden‘ bei?
  • was sind individuelle Grundbedürfnisse?
  • gibt es ein ‚universelles‘ Wohlbefinden?
  • ein biologisches Konzept für Wohlbefinden:
  • was bedeutet dieses für soziale Tiere?

Neue Erkenntnisse zur tierschutzorientierten Ethologie werden vorgestellt:

 

PRAXISWOCHENENDEN

Mai, Juni, Juli, August  


September    

Welpenalter, Aufzucht von Hunden

  • Welpen- Entwicklung und Sozialisationsphasen, Welpen- gerechtes Lernen und Anforderungen an „Welpenschulen“
  • Entwicklung, Welpenerziehung und Welpenschule
  • Entwicklungsphasen, wann kann was gelernt werden
  • Was braucht ein Welpe
  • Gestaltung von Welpenkursen.
  • Fallbeispiele

Oktober    

Lernverhalten von erwachsenen Hunden und Methoden

  • Lernverhalten von Hunden und Lernmethodik, lerntheoretische Grundlagen von klassischer Konditionierung und operanter Konditionierung sowie von kognitivem und sozialem Lernen bei Hunden
  • Lerntheorien
  • Trainingsmethoden
  • Fallbeispiele

November   

Wesen und Verhalten

  • Wesen und Verhalten von Hunden, Sozialverhalten
  • artgemäßes Verhalten von Hunden in Normalsituationen versus Konfliktsituationen
  • Wesens- und  Temperamenteinschätzung
  • Sozialordnung und Ressourcenkontrolle bei Hunden

Ausdrucksverhalten

  • Ausdrucksverhalten von Hunden
  • Kommunikationsverhalten von Hunden gegenüber Artgenossen sowie Menschen nach bestimmten Stimmungslagen 
  • Ausdrucksverhalten des Hundes – „Normalverhalten“ Hund und rassespezifische Unterschiede

Dezember    

1. Parasiten, Hund/ Katze

Ausnahmsweise wird hier auch die Katze durchgenommen, da viele Tierfreunde Hunde- und Katzenhalter sind.
Was passiert im Körper nach einer Impfung, gegen welche Erkrankungen wird geimpft,die wichtigsten Symptome, Übertragung ...
welche Parasiten gibt es, Entwurmung: wie und wie oft muss man sie durchführen.

2. Impfungen, Hund/ Katze

was passiert im Körper nach einer Impfung, gegen welche Erkrankungen wird geimpft, die wichtigsten Symptome, Übertragung ...
 

3. Erste Hilfe, Hund und Katze

sicherer Transport von Hund/Katze zum Tierarzt
Vitalparameter: Atmungfrequenz, Puls, IKT....
Praktische Übung: Anlegen eines Verbandes, was ist zu beachten
Erste Hilfe leisten, Trauma, Symptome von Schock und Schmerz
Hitzschlag, Verbrennungen, Bisswunden...


2018


Die Reihenfolge der Inhalte und die Inhalte selbst für 2018  werden eventuell noch geändert werden.
Januar   
Kommunikation und Didaktik 

Grundlagen der Kommunikation und Rhetorik
Vermittlung von Lerninhalten und Aufbau von Trainingsaufgaben ethische Fragen der Hundeausbildung
Gesprächsführung für Hundetrainer
Kommunikation und Interaktion mit Hundehaltern
Respektvoller Umgang mit Mensch und Tier

Februar     Dr. Dorit Feddersen-Petersen
Wir freuen uns auf das Seminar mit der bekannten Professorin, Dozentin, Hunde-Verhaltens-Forscherin und Buchautorin.
Aus den Seminarthemen:
  • Was ist normales Verhalten, was gestörtes Verhalten?
  • Frühe Ontogenese, sensible Phase...
  • Normale Störung, Umgebungsdruck, genetische Disposition.
  • Welche Umgebung ist falsch.
  • Psychologie und Pathopsychologie.
  • Molekulare Ebene, ZNS.
  • Aggressionen, Stress...
  • Verschiedene Ausprägungen davon.
  • Zustande-Kommen, Ursachen, Vermeidung, Resourcen. 
  • Verhaltensentwicklung Geburt- ca. einem Jahr
  • Welpenentwicklung
  • Verhaltensentwicklung verschiedener Rassen

März      PD Dr. Udo Ganslosser 
 "Ihr Hund ist aber dominant!" Wie haltbar ist eine solche Aussage?  PD Dr. Udo Ganslosser
Zumeist wird der Begriff Dominanz  falsch oder fargwürdig verwendet. Dominanz ist Teil der Konfliktregelung und kommt zum Tragen sobald es um die Ver- und Zuteilung von Ressourcen/Interessen (Futter, Territorium, Sozialpartner,...) geht. Sie ist also eine Beziehung zwischen zwei Individuen.
Im Seminar klären wir folgende Fragen
  • Wer übt also Dominanz aus und wer wird dominiert?
  • Welche Rolle spielt der soziale Rang des Hundes in Bezug auf Kontrolle und Initierung?
  • Wie groß ist die Einflussnahme des Hormonspiegels?
  • Hat Dominanz etwas mit Aggression zu tun?
  • Wie wichtig is Dominanz für das Verhalten von Hundegruppen?
  • Und kann man das Konstrukt "Dominanz" auf die Mensch-Hund Beziehung übertragen?
  • Dominanz, Anführerschaf, Impulsivitätt und Kooperation.....

April 
 

PRAXISWOCHENENDEN
Mai, Juni, Juli, August  
 

Unsere Ausbildung schließt mit einer internen theoretischen Prüfung und Diplom ab.

Es bleibt danach jedem Teilnehmer frei überlassen, sich zertifizieren zu lassen.
Der Beruf ist ein freies Gewerbe und ist damit nicht an Zertifizierungen gebunden. Diese sind freiwillig.

Prüfungsordnung, Qualifikation und Zertifizierung nach der Bundesverordnung:

Als „Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin“ bzw. „Tierschutzqualifizierter Hundetrainer“ dürfen sich nur solche Personen bezeichnen, die neben den verlangten Anforderungen,

1. die erforderliche Qualifikation nachweisen können,
2. die Prüfung positiv abgeschlossen haben und
3. die verpflichtende Fortbildung von zumindest 40 Stunden innerhalb von zwei Kalenderjahren besuchen, die einerseits eine Wiederholung und Vertiefung der Ausbildungsinhalte und andererseits eine Weiterbildung bietet.

Der Qualifikationsnachweis für die Zertifizierung gilt als erbracht, wenn die Hundetrainerin bzw. der Hundetrainer die, in der Bundesverordnung genannten Punkte erfüllt und mindestens zwei Jahre praktische Erfahrung in der Arbeit mit Hunden nach den Grundsätzen des § 2 nachweisen kann.

Die kommissionelle Prüfung, welche die Ausbildungsinhalte gemäß § 7 zum Inhalt hat, besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, die von einer Prüfungskommission gemäß Abs. 3 gemeinsam abgenommen wird.

Im praktischen Teil sind Lösungsansätze in mindestens vier unterschiedlichen Trainings-Situationen vorzusehen.